Samstagsunterricht

Samstagsunterricht - Pro und Contra

Michael von Pein stellte zur Diskussion:
"Ein immer gern diskutiertes Thema: Der Samstagsuntericht. Was spricht dafür, was dagegen. Wie sind Eure Erfahrungen mit dem einen oder dem anderen Modell?? In HH Bergstedt soll der unterichtsfreie Samstag engeführt werden.D.h. nicht schulfrei sondern der Samstag bleibt zur besonderen Verfügung (jedenfalls 26X im Jahr). Wer hat Erfahrungen mit einer ähnlichen Lösung?"

Eine erste Antwort kommt jetzt von Simon Marx, Stuttgarter Waldorfschüler
 

 

Hi Michael.

Ich komme von der Waldorfschule am Kräherwald in Stuttgart, und dieses Thema ist bei uns momentan hochaktuell. Eventuell wird bei uns im nächsten Schuljahr die Samstagsschule abgeschafft(endlich!!!). Aus Schülersicht spricht eingiges dafür, und überhaupt nichts dagegen: dafür spricht, dass man dann endlich wie "normale" Schüler auch Freitags abends länger weg kann, ohne dann den Samstag schwänzen zu müssen, oder in der Schule zu pennen. Auch dafür spricht, dass man sich, wenn man abends nicht weggeht, länger erholen kann. Aus Elternsicht spricht dafür, dass die Eltern Samstags mit den Kindern frühstücken können, und anschliessend den ganzen Vormittag mit den Kindern verbringen können. Das wollen aber anscheinend die meisten Eltern nicht. Sie wollen lieber am Samstag vormittag "unter sich" sein. Kein Witz. An diesen Eltern ist der schulfreie Samstag bis jetzt immer gescheitert.Die Lehrer sind da in zwei Lager geteilt. Den Lehrern, die Kinder an der Schule haben, ist es egal. Die, die noch keine Kinder haben sind für einen freien Samstag! Und ein dritter geringer Teil ist dagegen, "da dann der Wochenrhytmus durcheinander gebracht" würde, und die Schüler Probleme hätten, sich am Montag wieder in der Schule zurechtzufinden (was meiner Meinung nach nicht sein kann, da es bei Staatsschülern ja auch irgendwie klappt). Ich persöhnlich bin für freien Samstag, aber es ist mir nicht so ganz arg wichtig, da ich in der elften Klasse bin, und dann sowieso nur noch während der zwölften Klasse Samstags schulfrei hätte, da die Abitursklasse Samstags Prüfungen hat. So. Die Mail ist jetzt länger geworden, als ich eigentlich vorhatte sie werden zu lassen. Ich hoffe, du kannst mit diesen Aspekten was anfangen.

Bis dann...
Ave Steiner!

Simon Marx.

veröffentlicht seit 3. Februar 2000

Außerdem äußert sich Sarah, ehemalige Schülerin der Hiberniasschule/Herne

Von vielen Seiten wird der Samstagsunterricht kritisiert. Fest steht aber von meiner Seite aus, daß mir der Samstagsunterricht nicht geschadet hat. Ich fand es lediglich schade, im Nachhinein, nicht mehr Zeit mit meinen Freunden und mit meiner Familie verbracht zu haben an den Wochenenden. Einen Vorteil kann der Samstagsunterricht darin haben, daß sich die Schulzeiten unter der Woche verkürzen könnten, also Mittags könnten die Schüler früher heim gehen, so bleibe noch mehr Zeit zur Erholung an den normalen Schultagen. Denn ehrlich gesagt - ein wenig stressig ist das Leben als Waldi schon. Wir haben ja noch die Kurse am Nachmittag. Wäre es also möglich, je eine Stunde in der Woche vom Unterrichtsplan auf den Samstag zu verlegen, so wäre das ganze System etwas stressfreier - dafür bliebe wenige Erholung an den Wochenenden. Wie mans macht -es hat Vorteile und Nachteile. Bei uns gab es dann eine Art von Sonderregelung. Ein Samstag im Monat sollte unterrichstfrei sein - jedoch fielen diese Samstage oft flach, wenn es einen Feiertag im Monat gab. Und da es zu meiner Schulzeit noch mehr Feiertage gab als heute - war ein wirklich freier Samstag eine Besonderheit. Übrigens war ich auf der Hiberniaschule in Herne. (Die hat jetzt auch eine Homepage: www.hiberniaschule.de)

Gruß. Sarah


veröffentlicht seit 30. November 2000

Michael Roßmann regt zum Gedankenaustausch zum Thema Unterrichtsfreier Samstag an

Meine Name ist Michael Roßmann (Jahrgang 1965) Vater zweier Töchter (7+13 Jahre) die Schülerinnen an der Freien Waldorfschule Karlsruhe sind. Mit unserer grossen Tochter Valerie waren wir vor drei Jahren Quereinsteiger in die 5. Klasse. Unsere kleine Tochter Vivien besucht seit letztes Jahr die Waldorfschule. beide sind begeisterte Schulgänger. Unsere Valerie ist absolut glücklich den Schritt von der Staatsschule in die Waldorfschule getan zu haben.

Leider leidet seit dem letzten Jahr unser Familienleben unter der Belastung Samstagsunterricht. Deshalb suche ich einen Erfahrungsaustausch mit Schülern, Lehrern und Eltern zum Thema unterrichtsfreier Samstag. Unsere Schule ist eine der letzten in Baden-Württemberg, welche noch am Samstagsunterricht festhält. Wer kann über Erfahrungen in Waldorfschulen berichten, welche mittlerweile die 5-Tage Woche eingeführt haben. Welche Auswirkungen haben sich im privaten, wie auch im schulischen Bereich gezeigt. Leidet die Waldorfpädagogik, wenn der Samstagsunterricht entfällt. Wie wurden die entfallenden Samstagsstunden umgelegt.

Ich wäre über eine Vielzahl an Meinungen und Meldungen dankbar.
E-mails bitte an RossmannM@aol.com

veröffentlicht seit 30. November 2000


Zweimal frei / Immer frei...

Hi hier ist Eva aus Bonn/UrsulienenSchuleHersel(USH). Wir haben auch Samstagsunterricht und haben nur den ersten und dritten Samstag im Monat Schule (4Std). Der 5.ist immer frei. Ein im Deutschunterricht sehr belibtes Thema ist die Abschaffung dieser Samstagsstunden. Viele Schüler sind unzufrieden, da man nicht lange Schlafen kann oder abends lange Partys feiern darf.

Besserung in Sicht!

Eure Eva

Hi,
habe gerade das Thema des unterrichtsfreien Samstages gelesen. Als Reaktion darauf möchte ich nur einbringen, daß der Samstag an unserer Schule, der FWS Balingen (Württ.) schon seit Jahren frei ist, lediglich für Monatsfeiern oder 12./13. Klass-Klausuren genutzt wird.

Grüße Johannes Riehm

veröffentlicht seit 12. März 2002